Bürgeranfragen - Bürgerverein Möckern-Wahren e.V.

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Bürgeranfragen

12.12.2017: Anfrage zur Sperrung der Bauernbücke 

Ein Bewohner unseres Stadtteils sprach im Bürgerverein vor und erkundigte sich zur Zukunft der gesperrten Bauernbrücke im Verlaufe der Straße Am Hirtenhaus. Er hatte aus der Presse von einem Pilzbefall dieser Bücke erfahren. Die Mitarbeiter des Bürgerbüros fragten beim Verkehrs- und Tiefbauamt nach und erhielten die folgende Antwort:

Die Bauernbrücke im Zuge der Straße „Am Hirtenhaus“ über die Weiße Elster wurde 1995 als Bogenbrücke aus Brettschichtenholz errichtet und überführt einen Geh-/Radweg über die Weiße Elster. Ein allgemeines Problem bei Brücken dieser Bauart ist der Befall desTragwerkes durch den Tannen- und Zaunblättling. Dieser Pilz wirkt im Inneren des Querschnittes und zählt zu den Kernholzzerstörern. Er ist äußerlich an einem Fruchtkörper erkennbar.

Gemäß DIN 1076 sind Holzbrücken einer jährlichen Hauptprüfung zu unterziehen. Die turnusmäßige Prüfung der Bauernbrücke wurde im November 2017 durch ein sachverständiges Ingenieurbüro vorgenommen. Dabei ergab sich, u.a. bei der Auswertung der Bohrwiderstandsmessung, eine fortgeschrittene Zerstörung des Bogenquerschnitts infolge des oben beschriebenen Pilzbefalls. Es wurde eingeschätzt, dass die Standsicherheit der Brücke nicht mehr gegeben ist. Eine sofortige Sperrung der Brücke mit Wirksamkeit vom 24.11.2017 wurde realisiert.

Ein Ersatzneubau wird z. Z. geplant. Unter Berücksichtigung genehmigungsrechtlicher Belange sowie der finanziellen Mittel ist mit einem Neubau ist nicht vor 2019 zu rechnen. 

Stadt Leipzig, Der Oberbürgermeister
Verkehrs- und Tiefbauamt
Abteilung Brückenbau u. -unterhaltung, 66.4

Da stellt sich mir allerdings unwillkürlich die Frage: Wie kann ein solcher Neubau nach kaum mehr als 20 Jahren schon wieder baufällig sein? Hatte man sich bei der Konzeption nur von ästhetischen Gesichtspunkten und nicht von der Zweckmäßigkeit leiten lassen? Eine fast zweijährige Sperrung dieser Verbindung bedeutet für die Besucher der Parkanlagen am Auensee, dass sie einen Umweg von fast einem Kilometer absolvieren müssen, zu großen Teilen auf einem schmalen Fußweg entlang einer stark befahrenen Verkehrsstraße mit starken Abgasemmissionen. Besonders hart trifft es die Bewohner der unmittelbar benachbarten Pflegewohnanlage, die zwar vom Fenster aus den Blick auf den Auensee genießen können, aber ein Spaziergang dorthin ist nur über lange Umwege möglich.

Zur Erinnerung noch einige Artikel aus dem "Viadukt" zum gleichgelagerten Fall, als 1994 die alte Bauernbrücke gesperrt werden musste und die Verbindung schon einmal für fast 2 Jahre unterbrochen war:
- in Zukunft nur noch mit dem Boot über die weiße Elster? (Viadukt Nr. 12, Seite 3)
- Die Bauernbrücke in Wahren  (Viadukt Nr. 15, Seite 9)
Die Bauernbrücke lockt wieder (Viadukt Nr. 19, Seite 4)

W. Reinken
BV Möckern/Wahren e.V.



12.10.2017: Anfrage zur Bushaltestellenverlegung der Linie 90 in der Slevogstraße.

Frau  L. aus der Sternsiedlung wandte sich an die LVB mit Vorschlägen zur Änderung der Umleitungsstrecke der Linie 90 während der Bauphase der Slevogtstraße. Die Antwort der LVB war für Frau L. jedoch nicht zufriedenstellend, weshalb sie sich an den BV Möckern/Wahren wandte. Der BV wandte sich nun seinerseits an die LVB. Nachfolgend die Begründung der LVB zur gegenwärtigen Linienführung der Linie 90:

"Aufgrund von Bauarbeiten in der Slevogtstraße muss die Linie 90 seit dem 02.05.2017 umgeleitet werden und kann daher die Haltestelle „Sternsiedlung Nord“ bis vsl. Ende 2018 nicht bedienen. Die Linie 90 so umzuleiten, dass die Haltestelle „Sternsiedlung Nord“ bedient werden könnte, ist nicht möglich, da dies zu Lasten vieler anderer Fahrgäste ginge. So könnten dann die Haltestellen der Linie 90 zwischen Coppiplatz und Slevogtstraße nicht mehr angefahren werden, und die Fahrgastnachfrage dort ist um ein Vielfaches höher als auf der Max-Liebermann-Straße. Die Sternsiedlung wird zudem nicht abgehängt – die Linie 80 verkehrt trotz Baustelle weiterhin.
Angesichts der vergleichsweise niedrigen Zahl an Fahrgästen in der Sternsiedlung (im Jahr 2016 zählten wir dort rund 300 Einsteiger pro Werktag, davon nutzten rund 200 die Linie 80 und nur rund 100 die Linie 90) können wir keine andere Lösung anbieten.

An diesem Sachverhalt hat sich nichts geändert. Die Bedienung der Sternsiedlung mit der Linie 90 wäre zwar, wie von Frau L. beschrieben möglich, würde jedoch das "Abhängen" mehrerer anderer Haltestellen mit wesentlich höherem Fahrgastaufkommen bedeuten. Die Sternsiedlung wird weiterhin von der Linie 80 im 10-Minuten-Takt bedient.

Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen auch zum heutigen Tage keine anderslautende Nachricht senden können. Jeder Linienänderung muss eine Abwägung aller Vor - und Nachteile vorausgehen."

Zu dieser Antwort hat der BV weiteren Klärungsbedarf und wird an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen informieren.

W. Reinken
BV Möckern/Wahren e.V.




13.2.2017: Anfrage zur Bebauung der Fläche in der Hans-Beimler-Straße gegeüber des Kindergartens

Frau L. aus Möckern erfragt, was auf der frei gewordenen Fläche der LWB gegenüber des Kindergartens in der Hans-Beimler-Straße entsteht.

Antwort der amt. Amtsleiterin Frau Rödiger: 
Dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege liegt keine aktuelle Planung bzw. ein Bauantrag zu o.g. Fläche vor und es sind auch keine Planungsabsichten bekannt.

BV Möckern/Wahren e.V.


Plastik-Skulptur vor dem Gebäude der Georg-Schumann-Straße 294
In den letzten Monaten gingen zahlreiche Bürgeranfragen an das Büro des Bürgervereins Möckern/Wahren e.V. ein, Grund dafür ist die unbekannte bzw. namenlose Plastik-Skulptur vor dem Eingang zum Gebäude der Georg-Schumann-Straße 294.
Nun ist das Geheimnis gelüftet, wir haben einiges wissenswertes zur Geschichte der Plastik erfahren: Diese Kunstwerk schuf der Leipziger Bildhauer Harry Müller, Jahrgang 1930, in den Jahren 1968/69 im Auftrag einer Architektengruppe des damaligen Bauherren Chemieanlagenbau Leipzig. Sie war als Brunnenplastik konzipiert und erstmalig aus den Materialen Chrom-Nickel-Stahl gefertigt. Der Standort war im Bereich Karl-Marx-Platz, heute Augustusplatz, Durchgang Georgiring zur Querstraße vorgesehen. Diese Plastik sollte in ein dreieckiges Wasserbecken integriert werden, zustande kam aber nur ein Pflanzbeet (daher wurde dieses Kunstwerk im Volksmund „Die Blüte“ genannt.)
In der Wendezeit und nach Abwicklung des Unternehmens verwahrloste die Plastik so sehr, dass der Künstler den Standort seines Werkes kurzzeitig in seinen Garten verlegte. Da der Bildhauer Harry Müller in den neunziger Jahren sein Atelier in das Objekt Georg-Schumann-Straße 294 bezog, gestattete der damalige Besitzer des Gewerbeobjektes, Herr Albert Egenolf, dem Künstler seine Plastik vor dem Gebäude aufzustellen, wo sie noch heute steht und dem Einkaufspark am Viadukt sein unverwechselbares Gepräge gibt.
 
Text: Joachim Poznanski, Mitglied BV
    
22.4.2016: Anfrage zupolizeilichen Absicherung im Stadtteil Wahren

Herr B. aus Wahren verweist darauf, dass es in der Vergangenheit Polizeidienststellen im Rathaus Wahren und am Eutritzscher Markt gab, an die man sich z.B. zur Meldung von Straftaten wenden konnte, und fragt, wie die heutige Situation ist. Des weiteren nennt er  die unterschiedliche Uniformierung der Polizeikräfte, wie man sie in Fernsehberichten oder in der Presse sieht. Er fragt, woran man heutzutage erkennen kann, dass es sich um Polizisten handelt. 

Die Mitarbeiter des BV-Büros wandten sich mit diesen Fragen an die Polizeidirektion Leipzig und erhielten vom Leiter des Direktionsbüros, Andreas Loepki, folgende Auskunft:

Die  Polizeistandorte der PD Leipzig findet man im Internet unter http://www.polizei.sachsen.de/de/uebersichtskarten_pdl.htm
Bezüglich der äußeren Erscheinung der sächsischen Polizei erhält man an folgender Stelle Auskunft: http://www.polizei.sachsen.de/de/6442.htm.  


BV Möckern/Wahren e.V.


20.2.2016: Anfrage zur Bedeutung des Turmes auf dem Gelände der Olbrichtkaserne

Herr W. aus Möckern, interessiert an historischen Geschichten zu alten Gebäuden in Möckern und Wahren, richtete eine Anfrage an den Bürgerverein hinsichtlich der Bedeutung des Turmes auf dem Gelände der Olbrichtkaserne.

Hier die Antwort unserer Ortschronistin Ulrike Kohlwagen:

Das markante Bauwerk ist ca. 1935 als Entlüftungsbauwerk für die ehemalige Abwasserdruckleitung (vom Klärwerk im Rosental nach den Rieselfeldern nördlich von Leipzig) errichtet worden. Das Grundstück war städtisch und wurde erst ab den 1980er Jahren, als ein Teil des Wiederitzscher Weges zum Militärgelände kam, mit in dessen Umzäunung einbezogen.

Der Turm hatte mit gutem Grund in der Umgebung den Beinamen "Stinkerturm".

BV Möckern/Wahren e.V. 

Der "Stinkturm" im Jahre 1977
Foto: W. Reinken
 
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